Berlin – Vier Stadtpläne im Vergleich
1742 • 1875 • 1932 • 2017

Berlin - Vier Stadtpläne im Vergleich
Mappe mit 4 Plänen

Die vier Stadtpläne werfen vier Schlaglichter auf das Berlin der vergangenen 275 Jahre: das Berlin des jungen Friedrichs des Großen, als die Stadt sich rasant entwickelte, aber noch viele Spuren des Mittelalters zeigte – das Berlin der dynamischen Gründerzeit, als es gerade Hauptstadt des neuen Deutschen Kaiserreichs geworden war – das Berlin der Weimarer Republik, als es echte Weltmetropole war – und zuletzt das heutige Berlin, mit den Spuren von Nazizeit, Krieg, Wiederaufbau und Teilung.
Es wird immer der gleiche Kartenausschnitt im gleichen Design geboten. Ein Begleittext führt durch die Karten und Zeiten.

Link zum großen Tagesspiegel-Artikel über diesen Plan

 

 

Kartonmappe 17 x 23 cm (cellophaniert mit leicht ablösbarem Klebeverschluß)
Vier Pläne entfaltet je 48 x 33 cm (gefalzt, eingeklebt, aufklappbar)
Begleittext (Beiblatt DIN A3, gefalzt)
ISBN: 978-3-933502-44-5
Preis: 15,90 €


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Vier Stadtpläne entfaltet

1742 ist ein günstiges Jahr für eine zeitliche Vor- und Rückschau. Beispielsweise ist die massive Stadtbefestigung aus dem vor­ausgegangenen­ Jahrhundert noch zur Hälfte vorhanden. Man hatte gerade mit ihrem Abbruch begonnen, nicht ohne eine Ersatzmauer zu errichten, die »Zoll- und Akzisemauer«. Sie zieht weiträumig eine neue Grenze und ist noch heute deutlich im Verlauf von Stresemann-, Gitschiner, Skalitzer, Warschauer, March­lewski-, Friedens-, Tor- und Ebertstraße zu erkennen. Das eigentliche Stadtgebiet von Berlin war seit dem Mittelalter wesentlich größer als das bebaute Gebiet innerhalb der Stadtmauer. Es umfaßte stets auch das wertvolle Land vor den Toren der Stadt: die Berliner und die Cöllnische Feldmark. Cölln, das ist der Stadtteil auf der Spreeinsel, und war jahrhundertelang ein selbständiger Teil der Doppelstadt Berlin-Cölln.
1875 ist Gründerzeit. Das Grünland um die Innenstadt wird mit rasantem Tempo bebaut; überall sind Straßen gleich stadtviertelweise geplant. Die Fernbahnlinien mit ihren großen Kopfbahnhöfen sind schon alle vorhanden. Nur die markante, die Stadt von Ost nach West durchziehende Stadt­­bahn fehlt noch. Sie wird ab 1875 teilweise auf dem Gelände der abgeräumten Festungsanlage erbaut und 1882 eröffnet.
1932 ist das letzte Jahr der Weimarer Republik, deren politische In­­stitutionen sich im Plan finden. Baulich-strukturell stellt der Plan die voll entwickelte, kaiserliche Hauptstadt des Deutschen Reiches dar. Berlin hatte 1920 durch großflächige Eingemeindungen die heutige Größe erreicht, so daß unser Kartenausschnitt jetzt nur noch den Innenstadtbereich zeigt.
2017 finden sich im Stadtplan noch viele Spuren der Nazibarbarei und ihrer Folgen: Bombenkrieg, Wiederaufbau und Teilung der Stadt. An zentraler Stelle steht das Holocaust-Mahnmal. Daran angrenzend, wo sich ­Ministerien und ihre Gärten befanden, verläuft jetzt die Straße »In den Ministergärten«. Neue Straßenverläufe künden vom Tabularasa der Flächenbombardements und dem Umbau zur ­»autogerechten Stadt«, z. B. der Bereich nordöstlich des Alexanderplatzes oder die Lietzenburger Straße. Die in den beiden vorhergehenden Karten prägenden Bahngelände (rosa) sind nun Parks, Wohn- oder Geschäftsviertel.

Rückseite »Berlin – 4 Stadtpläne«
Rückseite Verlagsprospekt (nicht Mappe!)